Über mich

cropped-Sandro_Dadaczynsi_150.jpgAm 23. Juli 1975 starte ich in Burg bei Magdeburg als Sohn eines Verwaltungsangestellten und einer Kinderkrankenschwester ins Leben.Mein Bruder folgt 5 Jahre später. Wir wachsen in Staßfurt auf, einer Stadt, die als traditionsreiche Produktionsstätte für Unterhaltungselektronik bekannt ist, vielleicht ein Grund für mein späteres Interesse an allem Technischen. Hier besuche ich die Schule, in der ich in meiner Freizeit unter anderem natürlich in der „AG Informatik“ aktiv bin. Ausbildung und Beruf führen mich aber zunächst in den Bereich der Chemie und 1995 nach Bitterfeld. 

Magdeburg von obenMagdeburg ist meine Wahlheimat. Hierher führt mich Im Jahr 1999 unter anderem der Beruf – inzwischen die IT-Branche. Ich mag Magdeburg und seine wechselvolle Geschichte. Die Weltoffenheit, die vielen Magdeburgern zu eigen ist, macht mir diese Stadt auf Anhieb sympathisch. Als Hauptstadt Sachsen-Anhalts ist Magdeburg eine wunderbare Stadt mit unglaublichen Potenzialen, welche aber nicht immer genutzt werden. Das will ich ändern, denn Magdeburg ist meine Heimat. 

Bereits im damaligen RFT Werk in Staßfurt verdiene ich mir in den Schulferien mein erstes Geld und bestücke Leiterplatten für Fernseher. Die Möglichkeiten des technischen Fortschritts begeistern mich. Meine Ausbildung absolviere ich aber erst einmal als Chemikant und arbeite dann als Naturwissenschaftlich-Technischer Mitarbeiter in Bitterfeld. Doch die Informationstechnologien locken. Die unglaubliche Dynamik, mit der sich die Entwicklungen in diesem Bereich vollziehen, aber auch die Chancen unsere Lebensqualität zu verbessern, faszinieren mich. Gleichzeitig sehe ich auch die Gefahr der Überwachung und Bevormundung welche damit verknüpft sind.Als Kind der DDR und der Wendezeit entwickele ich für die Gefahren vielleicht ein besonderes Gespür. 1998 entscheide ich, mein Hobby zum Beruf zu machen und wechsele in die IT Branche. Heute arbeite ich als Senior Berater in einem Magdeburger Unternehmen.

Die Freiheit, entscheiden zu können, wie ich mein Leben lebe, sowie die Übernahme von Verantwortung für mich, andere und die Gesellschaft, sind Grundzüge, die mich begleiten und prägen. Meine Erziehung und meine persönliche Einstellung legen das Fundament für die Überzeugung, jeden Menschen nach seinem eigenen Entwurf leben zu lassen und ihn bestmöglich bei der Entfaltung seiner Potentiale zu unterstützen. Die Informationstechnologie, die Chancen einer Industrie 4.0 gerade für unser Land – wenn wir sie nicht verschlafen – sind mein Kernthema. Ich bin überzeugt, dass wir diese Entwicklungen nur ausschöpfen können, wenn wir der Versuchung widerstehen, sie vor allem für die Überwachung und Kontrolle und angeblich zu unserer Sicherheit einzusetzen. Diese Grundüberzeugungen und -werte lassen mich im Jahr 2002 zur FDP stoßen. Die Mitglieder der FDP Magdeburg wählen mich Anfang 2015 zum Internetbeauftragten des Kreisverbands Magdeburg, wo ich u.a. für die Webseite bzw. soziale Medien zuständig bin. Im Landesverband der FDP Sachsen-Anhalt bin ich seit 2016 Vorsitzender des Landesfachausschuss „Digitales, Netzpolitik und Medien“.  

Jeder Mensch entscheidet, wie er leben will. Nicht der Staat und nicht die Politik. Das ist die Basis einer intakten Gesellschaft. Staatliche Bevormundung und Engstirnigkeit stören mich. Ich setze mich für eine möglichst große Selbstbestimmung jedes Einzelnen ein, in allen Altersphasen des Lebens, in allen Bereichen und nicht nur alleine in Bezug auf die Daten sondern über die eigene Person. Unabhängigkeit, Verantwortung und Toleranz sind Werte, welche meine politische und persönliche Haltung bestimmen. Selbstbestimmte Lebensentwürfe sind das Beste, was einer Gemeinschaft passieren kann.

Die Politik kümmert sich zunehmend um Gesundheit und Sicherheit der Bürger. Dies ist grundsätzlich erfreulich, entwickelt gemeinsam mit den zahlreichen Angeboten der digitalen Welt aber auch die Gefahr, dass wir uns zum gläsernen Bürger für Staat, Versicherungen und private Firmen entwickeln. Und dies, ohne dass wir wissen, welche Informationen über uns wo gespeichert und zur Profilbildung verknüpft werden. Ich verlange deshalb von der Politik, dass sichergestellt ist, dass Bürger auch ohne Informatikstudium wissen, welche Daten über sie gesammelt werden, wo diese liegen und wie sie verarbeitet werden. Das Recht des Einzelnen, die Nutzung seiner persönlichen Daten zu kontrollieren, muss gestärkt werden. Jeder Bürger muss gegenüber den Betreibern zentraler Datenbanken einen permanenten, durchsetzbaren und unentgeltlichen Anspruch auf Selbstauskunft und soweit nötig auf Korrektur, Sperrung oder Löschung der Daten haben.
Systeme oder Methoden, welche der Staat gegen seine Bürger einsetzt und einsetzen will, müssen der regelmäßigen kritischen Bewertung als auch Prüfung unterliegen. Eine verdachtsunabhängige Vorratsdatenspeicherung (unter welchem Namen sie auch immer verkauft wird) von Verbindungs- und Kommunikationsdaten widerspricht nicht nur der Unschuldsvermutung, sondern auch den Prinzipien einer freiheitlich demokratischen Gesellschaft und ist deshalb abzulehnen. Die Weitergabe von personenbezogenen Daten durch den Staat an die Privatwirtschaft ist nicht hinnehmbar und hat zu unterbleiben.
Nicht zu vergessen ist jedoch auch die Sensibilisierung der Bürger in Bezug auf die Gefahren beim Umgang mit persönlichen Daten. Die Möglichkeiten bei der Nutzung von Verschlüsselungstechniken sollte verstärkt genutzt werden. Hierzu sind auch die öffentlichen Verwaltungen, Kommunen und Gemeinden aufgerufen.