Wettbewerb der Rücktrittsforderungen gegen den Landtagspräsidenten

Wenn 100 Tage nach der Landtagswahl im Regierungslager ein Wettbewerb der Rücktrittsforderungen gegen den „eigenen“ Landtagspräsidenten beginnt, mit Ministern in der Pole-Position, dann zeigt das, dass manche Parolen zur 100-Tage-Bilanz der Kenia-Koalition nur vorgeschoben waren.

Der Landtagspräsident macht auch selbst keine sonderlich glückliche Figur.  Mal unbeschadet der Sache selbst: Wer die Krise kommen sieht und dann in den Urlaub fliegt, der fliegt oft in hohem Bogen aus dem Amt.

Für die CDU ist das bitter: Sie verliert zum zweiten Mal einen Politiker auf Grund persönlicher Verfehlungen – der Wahlskandal bzw. die Steueraffäre zeigen zudem, wie anmaßend das Wort von der „Sachsen-Anhalt-Partei“ ist. Diese ist offenbar ein kaum steuerbarer politischer „Haufen“, der es schwer haben wird, die Probleme des Landes zu schultern.

Gar nicht auszudenken, würde Deutschland jetzt in eine Wirtschaftskrise rutschen.

Das Vertrauen in die Politik ist schon jetzt auf einem Tiefstand.

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